Am 12. April 2026 stand für mich mit dem Wörthersee Gravel Race eine besondere Herausforderung auf dem Programm. 150 Kilometer und rund 1.800 Höhenmeter rund um den Wörthersee – eine Renndistanz, die deutlich außerhalb dessen lag, was ich normalerweise fahre.
Eigentlich liegen mir kürzere, sprintlastige Rennen. Bei diesen kann ich meine Stärken auf kurzen und intensiven Belastungen ausspielen. Für ein Rennen über 150 Kilometer war deshalb eine andere Vorbereitung notwendig.
Lange Vorbereitung im Winter
In den Wintermonaten standen viele lange und gezielte Trainingseinheiten auf dem Plan. Einen großen Teil davon absolvierte ich auf Zwift. Auch wenn lange Einheiten auf der Rolle nicht immer besonders abwechslungsreich sind, waren sie eine wichtige Grundlage für dieses Rennen.
Mein Ziel war klar: Ich wollte die Strecke in ungefähr fünf Stunden bewältigen und einen Platz unter den besten 20 erreichen. Angesichts der für mich ungewohnten Distanz war das bereits ein ambitioniertes Vorhaben.
Krämpfe nach der Hälfte des Rennens
Das Rennen begann gut und ich fand schnell meinen Rhythmus. Doch bereits nach ungefähr der Hälfte der Strecke bekam ich Krämpfe. In diesem Moment war völlig offen, ob ich mein Tempo bis ins Ziel halten könnte.
Zum Glück verschwanden die Beschwerden wieder. Danach konnte ich mich erneut auf das Rennen konzentrieren und bis zum Schluss eine starke Leistung abrufen. Gerade auf einer so langen Strecke ist es entscheidend, ruhig zu bleiben, den eigenen Körper richtig einzuschätzen und auch schwierige Phasen zu überstehen.
Ziel deutlich übertroffen
Nach 4 Stunden und 45 Minuten erreichte ich das Ziel – damit war ich 15 Minuten schneller als meine geplante Zielzeit. Noch größer war die Freude über den fünften Platz.
Mein ursprüngliches Ziel, unter die besten 20 zu fahren, hatte ich damit deutlich übertroffen. Nach den zwischenzeitlichen Krämpfen war dieses Ergebnis für mich umso wertvoller.
Mit dem fünften Platz gelang mir gleichzeitig die Qualifikation für die UCI Gravel-Weltmeisterschaft 2026. Damit wurde aus einem ohnehin erfolgreichen Renntag ein ganz besonderes Erlebnis.
Mein Rad für das Rennen
Gefahren bin ich das Wörthersee Gravel Race auf einem Pinarello Dogma GR. Ausgestattet war das Rad mit einer elektronischen SRAM Red XPLR Schaltgruppe und Schwalbe G-One RS Pro Reifen.
Auf der langen und abwechslungsreichen Strecke war ein zuverlässiges Setup besonders wichtig. Das Dogma GR bot mir die nötige Geschwindigkeit und Kontrolle, während die Reifen einen guten Kompromiss aus geringem Rollwiderstand und sicherem Fahrverhalten lieferten.
Mein Fazit
Das Wörthersee Gravel Race hat mir gezeigt, dass sich die lange und konsequente Vorbereitung im Winter ausgezahlt hat. Obwohl solche Distanzen nicht zu meinen üblichen Rennen gehören und die Krämpfe zwischenzeitlich für Unsicherheit sorgten, konnte ich mein Ziel deutlich übertreffen.
Mit einer Fahrzeit von 4:45 Stunden, Platz fünf und der Qualifikation für die Gravel-Weltmeisterschaft bin ich mehr als zufrieden. Ein besserer Start in die Gravel-Saison wäre kaum möglich gewesen.